Sonntag, 20. Oktober 2019

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Film: GELOBT SEI GOTT

GELOBT SEI GOTT© Pandora Film Medien
Mi 09.10.2019 ⇒ So 13.10.2019 | 18:00 bis 20:30 Uhr

Achtung! Am 30.09.2019 ab 20:30 Uhr!

Drama | Frankreich 2019 | 137 Min. | deutsch synchroniserte Fassung | FSK6

Regie: François Ozon
Darsteller: Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud u.v.a.

Alexandre (Melvil Poupaud) ist ein gläubiger Katholik. Ein Mann mit Frau und fünf Kindern. Er ist auch das Missbrauchsopfer eines Priesters. Lange ist das her. Damals im Pfadfinderlager oder im Fotolabor. Verjährt sind die Taten. Dann aber kehrt der Kirchenmann Bernard Preynat (Bernard Verley) nach Lyon zurück. Alexandre will verhindern, dass weitere Kinder Opfer Preynats werden und schreibt dem Bischof. Kardinal Barbarin (François Marthouret) zeigt Verständnis und Mitgefühl. Den Täter bestrafen will er nicht. Alexandre findet weitere Männer, an denen sich Preynat vergangen hat. Gemeinsam mit François (Denis Ménochet) und Emmanuel (Swann Arlaud) sucht er nach Beweisen, um den Priester das schändliche Handwerk zu legen.

François Ozon greift einen aktuellen Fall auf. Der Prozess gegen den geständigen Priester Preynat steht noch aus. Im Vorspann des Dramas GELOBT SEI GOTT, ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären für den Preis der Jury während der Berlinale, heißt es, dass der Film fiktiv sei, aber auf realen Ereignissen beruhe. Das freie filmische Erzählen erlaubt Freiheiten: Ozon offenbart in Rückblicken, was da bei den Freizeiten geschah. Alexandre trifft sich mit Preynat. Der Priester sieht sich selbst als Opfer, getrieben von Begierden, die er nicht zu steuern vermag. Später schaut die Kamera auf François und Emmanuel, die auf ihre intensivere Weise die Recherchen vorantreiben. Um Peyant anzuklagen, gilt es Taten zu ermitteln, die nicht verjährt sind. Ozon beschreibt betont sachlich. Sein Kamerablick bleibt ruhig. Die Stimme aus dem Off, die aus Briefen zitiert, liest nüchtern vor, was einen vor Wut aufschreien lassen möchte. Das System entlarvt sich dabei selbst: Einmal heißt es von einem Kirchenmann: „Gott sei Dank, sind die Taten verjährt.“ Will man dafür wirklich Gott danken?

Trailer: youtu.be/VXeM65mq5DI

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